Die Psychologen nennen den unbewussten Denkvorgang hinter einer Gewohnheit Verhaltenskette.
Jede Gewohnheit entsteht aus einem bestimmten Kontext heraus.
z.B.
Ich gehe duschen, also schnappe ich mir wohl besser mein Handtuch.
In der Verhaltenskette nennt man das einen Trigger oder Auslöser. Es ist eine folgende automatische Reaktion:
Trigger (Auslöser)→ Gedanke → Handlung → Folge
Es gibt endlos viele Trigger, aber alle werden in diese Kategorien eingeteilt:
- umgebungsbedingt
- psychisch
- emotional
- sozial
Nehmen wir an, du bist auf einer Party und siehst plötzlich einen Tablet mit verführerischen Cocktails. Das ist ein umgebungsbedingter Trigger.
Du siehst dich um und alle Gäste stürzen sich auf die Getränke, als gäbe es kein Morgen. Das ist dein sozialer Trigger.
Die Menschenmenge auf der Party überfordert und stresst dich, weil du mit allen Small Talk machen musst. Das wären dann deine psychischen und emotionalen Trigger.
Der Auslöser/Trigger hat sofort einen Gedanken parat.
Nichts für ungut: Gedanken sind toll. Aber sie können dir auch Dinge einreden:
„Du bist auf einer Party, hab Spaß! - Alle deine Freunde trinken – warum du nicht?“
„Heute war ein mieser Tag, du hast dir was verdient.“
Und dann führen diese Gedanken zu Handlungen. Handlungen wie diese:
Du streckst deine Hand aus, schnappst dir das Glas. Und das alles, bevor dein Gehirn nachdenken und rufen kann: Nein, warte! Ich wollte doch nicht trinken!
Und was dann passiert, kennen wir alle gut: Handlungen führen zu Folgen.
Ein Cocktail: bessere Stimmung (positive Folgen)
Viele Cocktails: bessere Stimmung, paar Peinlichkeiten, Kater am nächsten Morgen (negative Folgen)
Kennst Du Deine Verhaltensketten?
Hast Du die Macht über Deine Gewohnheiten oder die Gewohnheiten über Dich?
Was ist Deine Antwort???
Denk dran, Du kannst immer was verändern. Wenn Du es willst! Vielleicht hast Du das schon angefangen! Für die Veränderung brauchen wir nur zwei Sachen: die Motivation und die Kenntnis eigener Auslöser.
Lernen den Trigger rechtzeitig spüren, wahrzunehmen. Dann kannst Du Deine Gedanken in eine andere Richtung lenken. Und falls das nicht klappt, kannst Du immer noch Deine Handlung überdenken.
Du kannst immer noch sagen: „neee, heute nicht, heute mache ich es anders!“
Oder bewusst sich für etwas entscheiden: „heute ist ein perfekter Tag, heute möchte ich mir ein Glas gönnen“!
Du hast immer eine Wahl!
Das Dilemma der negativen Folgen ist, dass sie uns nicht immer beeinflussen oder beeindrucken. Manchmal sind diese Folgen uns einfach egal. Wir Menschen wiegen immer die Folgen ab:
Wie Du Dich erinnerst, müssen die Folgen eine bestimmte Tragweite haben, damit wir reagieren. Hier paar Beispiele:
Glaub nicht alles, was du denkst!
Ob du es glaubst oder nicht, die schwierigsten Hürden stellst du dir selbst in den Weg. Dein Gehirn spielt dir nämlich alle möglichen Streiche, wie zum Beispiel die kognitive Verzerrung. Unter Nicht-Psychologen auch gerne mal als Denkfehler bezeichnet.
Zum Glück kannst du etwas dagegen tun. Du musst nur lernen, diese kognitiven Verzerrungen zu erkennen.
Diese Aussagen sind gute Beispiele für Dinge, die wir uns selbst einreden und für wahr halten. Und das macht etwas mit uns: vom schlechten Gewissen über destruktive Gedanken bis hin zur Ausschüttung von Stress-Hormonen.
Zum Glück sieht es in Wirklichkeit ganz anders aus. Eine Party ohne Substanzen ruinieren nicht deinen Tag. Niemand findet einen O-Saft komisch. Es fahren nicht alle betrunken Auto.
Das sind einfach nur kognitive Verzerrungen – Tricks unseres Gehirns. Manchmal reden wir uns einfach Dinge ein, die schlicht nicht stimmen.
Kognitive Verzerrungen können unsere Handlungen beeinflussen. Wenn du zum Beispiel denkst „Ich werde es nie schaffen, mich zu verändern oder die MPU zu bestehen“, dann wird dir die Motivation und Energie fehlen, um was anzupacken!